Die Terrasse unter Glas: geschützt vor Wind und Regen, offen, sobald die Sonne scheint.
Ein Kaltwintergarten — auch Sommergarten oder Glashaus genannt — ist ein unbeheizter, ringsum verglaster Raum an der Terrasse. Er ist nicht als Wohnraum gedacht, sondern verlängert die Zeit, in der Sie draußen sitzen können: im April, wenn die Sonne schon wärmt, aber der Wind noch kalt ist, und im Oktober, wenn sich die Abende früh abkühlen. Im Winter dient er vielen als frostgeschütztes Quartier für Oleander, Zitrus und Olivenbaum.
Der Unterschied liegt nicht in der Optik, sondern im Wärmeschutz:
Wichtig: Ein Kaltwintergarten sollte nicht nachträglich beheizt werden. Ohne Wärmeschutz bildet sich an den kalten Scheiben Kondenswasser, und die Heizkosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen. Wer den Raum später ganzjährig nutzen möchte, plant besser gleich einen Wohnwintergarten.
Die verbreitetste Variante: Eine Aluminium-Terrassenüberdachung wird an den Seiten und an der Front mit Glasschiebewänden geschlossen. Die Elemente laufen in Bodenschienen und lassen sich ganz zur Seite schieben — dann sitzen Sie wieder auf einer offenen, überdachten Terrasse. Vorteil: Die Lösung lässt sich auch an eine bestehende Überdachung nachrüsten, sofern deren Statik und Rinne das zulassen.
Rahmenlose Glas-Schiebesysteme wirken besonders leicht, weil keine senkrechten Profile den Blick in den Garten unterbrechen. Sie sind etwas teurer, aber optisch die eleganteste Lösung.
Wo eine Hauswand fehlt oder der Sitzplatz im Garten liegt, kann der Kaltwintergarten auch freistehend gebaut werden — mit eigenem Fundament an allen Stützen.
Auch ein unbeheizter Glasraum wird im Sommer schnell heiß. Geöffnete Schiebewände sorgen für Durchzug; zusätzlich lohnen sich eine Markise auf oder unter dem Dach und senkrechte Screens an der Westseite, wo die Nachmittagssonne tief einstrahlt. In der Region Nürnberg mit ihren warmen, oft trockenen Sommern gehört eine Beschattung praktisch zur Grundausstattung.
Ein Kaltwintergarten kann oft auf einer vorhandenen, tragfähigen Terrasse stehen. Die Stützen brauchen allerdings eigene, frostfreie Punktfundamente. Wichtig ist eine durchdachte Entwässerung: Das Regenwasser vom Dach läuft über die Rinne in die Stützen und muss von dort ins Fallrohr, in den Kanal oder in eine Versickerung abgeleitet werden — ob und wie das zulässig ist, regelt die jeweilige Gemeinde.
Sobald eine Terrassenüberdachung ringsum verglast wird, ist sie baurechtlich nicht mehr unbedingt eine „Terrassenüberdachung“ im Sinne von Art. 57 BayBO (verfahrensfrei bis 30 m² Fläche), sondern kann als Gebäude bzw. Anbau gelten — mit anderen Regeln. Ob Ihr Sommergarten eine Genehmigung braucht, hängt von Größe, Lage und Bebauungsplan ab und sollte vor der Bestellung mit der Bauordnungsbehörde geklärt werden. Mehr zur Genehmigung in Bayern.
Bundesweite Marktübersichten nennen für Kaltwintergärten etwa 500 bis 900 Euro pro Quadratmeter, für komplette Anlagen grob 10.000 bis 25.000 Euro — abhängig von Größe, Glasart, Schiebesystem und Beschattung. Kostenfaktoren im Überblick.
Wir vermitteln Kaltwintergärten in allen Nürnberger Stadtteilen — etwa in Mögeldorf, Laufamholz, Zerzabelshof, Eibach, Reichelsdorf, Gebersdorf oder Großgründlach — sowie in Fürth, Erlangen, Schwabach, Zirndorf, Stein, Oberasbach, Wendelstein, Feucht, Lauf, Röthenbach, Roth, Herzogenaurach, Forchheim, Hersbruck und weiteren Orten im 50-km-Umkreis.