Richtwerte für die vier gängigen Varianten — und die Faktoren, die den Preis am stärksten bewegen.
Kaum ein Bauteil am Haus hat so große Preisspannen wie ein Wintergarten. Eine einfache Terrassenüberdachung mit Polycarbonat und ein beheizter Wohnwintergarten mit Dreifachverglasung trennen leicht eine Größenordnung — obwohl beide auf den ersten Blick „Glas an der Hauswand" sind. Die folgenden Zahlen sollen Ihnen helfen, Ihr Vorhaben grob einzuordnen.
Wichtig: Es handelt sich um Richtwerte aus bundesweiten Marktübersichten (Stand 2026), nicht um Preise eines bestimmten Betriebs. Was Ihr Projekt kostet, steht erst im schriftlichen Angebot nach Aufmaß und Planung.
Bezogen auf die Quadratmeter wird es mit wachsender Fläche meist günstiger, weil Planung, Anfahrt, Wandanschluss und Montage-Grundaufwand gleich bleiben.
Polycarbonat ist am günstigsten, Verbund-Sicherheitsglas im Dach deutlich teurer, Wärmeschutz-Isolierglas im Wohnwintergarten noch einmal mehr. Sonnenschutz- oder Selbstreinigungs-Beschichtungen kosten Aufpreis, können sich aber lohnen.
Einfache Aluminiumsysteme, hochwertige Systeme mit verdeckter Entwässerung und schlanker Optik, thermisch getrennte Wintergartenprofile, Holz-Aluminium — die Preisunterschiede sind erheblich. Sonderfarben, Sondermaße und große Spannweiten ohne Mittelstütze erhöhen den Preis.
Punktfundamente für ein Terrassendach sind überschaubar. Eine gedämmte Bodenplatte für einen Wohnwintergarten, Erdarbeiten an Hanglagen oder das Aufnehmen und Wiederverlegen eines Terrassenbelags schlagen dagegen spürbar zu Buche.
Fußbodenheizung, Unterflurkonvektoren, Anbindung an die Hausheizung, motorische Dachfenster und Klimasteuerung — das betrifft vor allem den Wohnwintergarten.
Eine Aufdachmarkise ist je nach Größe, Tuch und Antrieb ein eigener, nicht zu unterschätzender Kostenposten; Senkrechtmarkisen an den Seiten kommen pro Seite hinzu. In Süd- und Westlage sollte sie trotzdem fest eingeplant werden.
Glasschiebewände, Keile, Dreh-Kipp-Fenster und Schiebetüren machen aus einer offenen Überdachung einen geschlossenen Raum — und den größten Teil des Preissprungs zwischen Terrassendach und Kaltwintergarten.
Bei genehmigungspflichtigen Vorhaben fallen Kosten für Bauvorlagen, Statik und behördliche Gebühren an. Für verfahrensfreie Terrassendächer bis 30 m² entfällt der Bauantrag, eine Statik kann je nach System trotzdem sinnvoll sein.
Beleuchtung, Steckdosen, Anschluss von Motoren und Sensoren durch einen Elektrofachbetrieb; im Wohnwintergarten zusätzlich Bodenbelag, Innenanschlüsse und ggf. ein Wanddurchbruch zum Wohnzimmer.
Vergleichen Sie Angebote immer nach Leistungsumfang, nicht nur nach dem Endbetrag. Ein deutlich günstigeres Angebot enthält oft kein Fundament, keine Beschattung oder einfachere Profile.
Ein Wintergarten oder Terrassendach selbst wird in der Regel nicht gefördert. Wenn im Zuge des Projekts Bauteile des Hauses energetisch verbessert werden, kann es Förderprogramme geben — die Bedingungen ändern sich häufig. Aktuelle Informationen finden Sie bei KfW und BAFA oder bei einer Energieberatung.